Joaillerie et horlogerie

Extrait

« Montres à complications »

“Time Is On My Side”, Rolling Stone, 1964

Mastery of time is a matter of patience, temperance and trust.

Warum einfach, wenn’s kompliziert geht?

Für Ärzte sind sie das Thema von Alpträumen, für Uhrmacher das Salz in der Suppe: Komplikationen. Wer zum ersten Mal ein mechanisches Uhrwerk offen vor sich sieht, kommt aus dem Staunen nicht heraus, so undurchschaubar und winzig ist das Räderwerk, das da, verborgen im schützenden Gehäuse, täglich zuverlässig seine Arbeit verrichtet.

Timm Delfs

Für einen ambitionierten Uhrmacher stellt es nichts weiter dar als die Basis, den Motor, mit dem man allerlei mehr antreiben kann, als bloss drei Zeiger für Stunden, Minuten und Sekunden. Die gängigsten Zusatzfunktionen liegen auf der Hand und entsprechen einem Bedürfnis der Besitzer einer Uhr. So ist eine Datumsanzeige oder gar ein Kalender mit Wochentag und Monatsanzeige ein berechtigtes Anliegen an den Komfort, den ein Zeitmesser bieten sollte. Im Bereich des Sports war es naheliegend, dass man früher oder später die Zeit nach Belieben starten und stoppen wollte. Aus diesem Bedürfnis entstand der Chronograph. Nachdem diese Komplikationen längst erfunden sind, müssen sich die Uhrmacher heute zuweilen mächtig anstrengen, um auf neue Ideen zu kommen, was man mit einem Zeitmesser noch so alles anstellen könnte. Dass es mit Zeitmessung zu tun haben muss, liegt in der Natur der Sache. Es gibt zwar komplizierte Uhren, die mit einem Thermometer ausgestattet sind. Solche Zusatzfunktionen gehen allerdings in Uhrmacherkreisen bloss als halbe Sache durch. Was zählt, ist der Antrieb durch das Räderwerk und die Steuerung durch das Regulierorgan.

Die Anfänge

Lassen Sie uns aber einen kurzen Exkurs machen in eine Zeit, als mechanische Uhren noch gross und unhandlich waren, in Kirchtürmen und Stadttoren ihren Dienst versahen. Sie gehörten dem Klerus oder der Stadt und informierten die Bürger über die wichtigen Grössen ihres Lebensrhythmus. Dazu gehörte einerseits die Tageszeit, die nicht nur durch Zeiger angezeigt wurde, sondern auch durch Glocken. Um diese zum Klingen zu bringen, waren Turmuhren bereits früh mit einem automatischen Läutwerk ausgestattet, das nicht nur die vollen, sondern auch die viertel und halben Stunden signalisierte. Andererseits war der Lebensrhythmus einer noch überwiegend ländlichen Bevölkerung natürlich auch von den Jahreszeiten und Mondphasen bestimmt, weshalb Turmuhren bereits ab dem 15. Jahrhundert mit astronomischen Anzeigen bestückt waren. Eines der bekanntesten Beispiele der Schweiz ist die astronomische Uhr des Berner Zytglogge-Turms. Sie geht auf eine Uhr aus dem Jahr 1405 zurück. Ihr Zifferblatt ist einem Astrolabium nachempfunden, einem ursprünglich arabischen Instrument zur Bestimmung der Zeit mit Hilfe des nächtlichen Sternenhimmels. Das Instrument lebt heute in Form scheibenförmiger Gestirnskarten weiter. Musste man beim tragbaren Astrolab die Gestirne und die Position der Sonne von Hand durch Beobachtung der tatsächlichen Himmelskörper einstellen, liefert bei der astronomischen Uhr das Uhrwerk die Antriebskraft und die für die einzelnen Anzeigen korrekten Übersetzungsverhältnisse. Weitere berühmte astronomische Uhren mit Anzeige durch ein Astrolabium sind diejenigen im Strassburger Münster und am Prager Rathaus. Bei Taschen- und Armbanduhren sind Astrolabien sehr selten. Die bekannteste Armbanduhr mit einer solchen Anzeige ist die von Ludwig Oechslin entwickelte „Astrolabium Galileo Galilei“ von Ulysse Nardin. Sie ist die erste der Trilogie astronomischer Armbanduhren, welche der Marke ab 1985 einen Neubeginn ermöglichte. Ein weiterer berühmter Hersteller astronomischer Armbanduhren, unter anderem mit Astrolab-Anzeige, ist der Holländer Christiaan van der Klaauw.

Kalender

Mit der Astronomie eng verknüpft sind die grösseren Einheiten unserer Zeitmessung, wie der Tag, der Monat und das Jahr. Während Stunden, Minuten und Sekunden nämlich vom Menschen willkürlich geschaffene Grössen sind, stellen Tag, Monat und Jahr natürliche Zyklen dar, die durch die Rhythmen von Erde, Mond und Sonne gegeben sind. Es lag auf der Hand, dass Uhrmacher früher oder später auch diese Informationen auf dem Zifferblatt anzeigen wollten. Dem stellte sich lediglich die Problematik in den Weg, dass ein Jahr keine ganze Anzahl Tage enthält, und die Monate nicht alle gleich lang sind. Unser Gregorianischer Kalender enthält einige Unregelmässigkeiten und Ausnahmeregelungen, wie etwa das alle vier Jahre auftretende Schaltjahr, welche die Konstruktion eines mechanischen Kalenders, der all dies berücksichtigen soll, zu einer kniffligen Aufgabe macht. Im sogenannten „ewigen Kalender“ sind alle diese Unregelmässigkeiten berücksichtigt. Er ist zwar nicht wirklich ewig während, aber immerhin ab einer durch 100 teilbaren Jahreszahl jeweils hundert Jahre lang. Das Programm eines solchen Kalenders ist in einer Scheibe festgehalten, die sich in vier Jahren einmal um die eigene Achse dreht. Unterschiedlich tiefe Einkerbungen am Rand der Scheibe werden jeden Monat einmal abgetastet und enthalten die Information, wieviele Tage der Monat enthält. Die Kerbe für den Februar ist während drei Jahren gleich tief, im vierten Jahr aber etwas tiefer, denn im Schaltjahr zählt dieser Monat 29 anstelle von 28 Tagen. Obwohl sehr kompliziert, ist das Angebot an Uhren mit ewigem Kalender heute schier unüberschaubar. Fast jede Marke, die etwas auf sich hält, hat mindestens ein Modell damit im Sortiment. In der Regel zeigen ewige Kalender, zusätzlich zur Uhrzeit das Datum, den Wochentag, den Monat und die Mondphase an. Manche zeigen sogar die Jahreszahl, andere begnügen sich mit einer Anzeige, die informiert, an welcher Stelle man im vier Jahre währenden Zyklus von einem Schaltjahr zum nächsten steht. Manche Uhren zeigen diese Hülle von Informationen mit unzähligen Zeigern an, was das Ablesen auf dem kleinen Zifferblatt einer Armbanduhr zuweilen zur Herausforderung macht. Übersichtlicher und benutzerfreundlicher ist die Anzeige durch Fenster, in denen das Datum, der Wochentag, der Monat und das Jahr als Ziffer oder Abkürzung erscheinen.

Akustische Zeitanzeige

Eingangs erwähnt wurde das Läutwerk in Kirchtürmen und Stadttoren. Wurden die Glocken anfangs noch von Hand geläutet, sann man bald nach zuverlässigeren Methoden, welche die Glocken unabhängig von der Wachsamkeit des Turmwächters betätigen sollten. Eine mechanische Abtastung der Information über die verstrichenen Stunden und deren Bruchteile ersetzte bald den Menschen, der Wache schieben musste. Ein separat angetriebenes mechanisches Läutwerk setzte die Klöppel in Bewegung, welche mit ihren Schlägen gegen die Glocke die vollen, halben und viertel Stunden zählten. In den Klöstern und den Bauernhöfen sorgten Pendeluhren mit eingebauten Weckern dafür, dass die Mönche und die Bauern auch in den dunklen Wintermonaten pünktlich aus den Federn kamen. Beide Mechanismen wurden im Laufe der Jahrhunderte immer mehr miniaturisiert, sodass sie schliesslich sogar in einer Armbanduhr Platz fanden. Uhren mit Repetitionsmechanismus können die Uhrzeit auf Verlangen durch leises, melodisches Läuten kundtun. Sie besitzen seitlich einen Hebel, den der Besitzer betätigt, wenn er beispielsweise im Dunkeln wissen will, wie viel Uhr es ist. Durch das Anheben des Hebels zieht er das Läutwerk auf, das auf unterschiedlich gestimmten Tonfedern die Stunden, Viertelstunden, und bei sogenannten Minutenrepetitionen sogar die Minuten schlägt. Die Minutenrepetition ist eine der edelsten und aufwendigsten Komplikationen. Dennoch sehen damit ausgestattete Uhren durch das Fehlen komplizierter Anzeigen äusserst schlicht aus. Eingeweihten verrät nur der seitliche Hebel, welch hoch kompliziertes Innenleben sie verbergen. Viel weniger kompliziert, und meist auch weniger schön anzuhören, sind Uhren mit eingebautem Wecker. In der Regel rasselt darin ein Hammer gegen die Rückwand, um den Träger auf einen Termin aufmerksam zu machen oder ihn aus den Federn zu holen. Doch auch hier gibt es Ausnahmen: Jaeger-LeCoultre hat ihre Memovox und deren Ableger zu wahren Kunstwerken entwickelt, während Breguet und Ulysse Nardin mit einem Alarm aufwarten, der sogar melodisch ist.

Die Zeit anhalten

Die Sportzeitmessung ist ein Kapitel, das in der Geschichte der Zeitmessung viel später aufgeschlagen wurde als die zuvor diskutierten Komplikationen. Sie wurde im 19. Jahrhundert aktuell, als Pferderennen und die damit verbundenen Wetten in Mode kamen. Der französische Uhrmacher Nicolas Rieussec soll 1821 die erste tragbare Stoppuhr entwickelt haben. Da sie ein rotierendes Zifferblatt besass, auf das ein spezieller Zeiger im Moment des Stoppens der Zeit einen Tintenpunkt setzte, nannte er seine Erfindung „Chronograph“ von griechisch „Chronos“ und „Graphein“ für Zeit und schreiben, ein Name, der sich bis heute gehalten hat. Die Tinte ist allerdings dem Fortschritt zum Opfer gefallen. Stattdessen lässt sich bei heutigen Chronographen die Zeit beliebig starten und wieder anhalten. Ein Knopfdruck genügt, um den grossen Sekundenzeiger auf seine Runden zu schicken. Nach einer Minute rückt der kleine Minutenzähler um eine Position vor, ein eventueller Stundenzähler bewegt sich ebenfalls, sollte das Rennen etwas länger dauern. Erreicht dann derjenige, an dessen Zeit man interessiert ist, das Ziel, werden alle Zeiger der Stoppuhr durch einen Knopfdruck angehalten. Die normale Zeitanzeige bewegt sich unbeirrt weiter. Mit manchen Chronographen lassen sich sogar Zwischenzeiten nehmen. Man nennt sie Schleppzeiger- oder Rattrapante -Chronographen, weil sie einen zweiten Sekundenzeiger besitzen, der bei der Zwischenzeit angehalten wird, um dann sogleich den Bruder wieder einzuholen.

Ein Wirbelwind gegen die Schwerkraft

Die meisten sogenannten Komplikationen sind Mechanismen, die zusätzlich zur Uhrzeit eine oder mehrere weitere Informationen messen und anzeigen. Sie stellen für den Konstrukteur und den Uhrmacher eine Herausforderung dar, da sie den ohnehin schon knapp bemessenen Energiehaushalt des Uhrwerks belasten, indem sie ebenfalls mitbewegt werden wollen. Wenn sie die Gangresultate einer Uhr beeinflussen, dann sicher nicht positiv. Es gibt im Reich der Komplikationen eine einzige, die dazu ersonnen wurde, die Präzision der Uhr zu verbessern. Ihr Erfinder, der geniale Uhrmacher Abraham-Louis Breguet, den sowohl die Schweizer als die Franzosen für sich beanspruchen, nannte diese Einrichtung „Tourbillon“, also Wirbelwind. Und an einen solchen erinnert der Mechanismus auch, wenn man ihm beim Verrichten seiner Arbeit zusieht. Zu Breguets Zeiten gab es noch keine Armbanduhren. Die Herren trugen ihre Taschenuhren, an einer Kette befestigt, im Wams. Wenn sie nach Hause kamen, legten sie sie flach auf den Tisch. Breguet störte sich daran, dass selbst die besten Taschenuhren seiner Zeit unterschiedliche Gangwerte aufwiesen, je nachdem wie sie lagen oder standen. Den Grund dafür fand er in der Wirkung der Schwerkraft auf die Unruh und ihre Spiralfeder. Idealerweise sollte der Schwerpunkt einer Unruh mit Spirale stets in deren Zentrum liegen. In der Praxis ist das aber unerreichbar, da die Spirale ihre Form verändert, wenn die Unruh hin- und herschwingt. Da die Spiralfeder sich nicht perfekt zentrisch verformt, wandert ihr Schwerpunkt um das Zentrum. Liegt die Uhr flach auf dem Tisch, spielt das keine Rolle. Hält man sie hingegen senkrecht, beeinflusst der wandernde Schwerpunkt die Schwingungen der Unruh, und zwar in jeder senkrechten Lage ein wenig anders. Liesse man die Uhr in einem bestimmten Zeitraum um ihre eigene Achse rotieren, sodass sich ihre Krone mal oben, mal rechts, mal unten und mal links befindet, müssten sich diese sogenannten Schwerkraftfehler eigentlich auslöschen, dachte sich Breguet. Da das für den Alltag wenig praktikabel war, konstruierte er eine winzige Vorrichtung, welche lediglich die Hemmung, Unruh und deren Spirale im Inneren der Uhr um ihre eigene Achse rotieren liess. Er patentierte die Erfindung und nannte sie Wirbelwind, auf Französisch „Tourbillon“. Das Tourbillon gehört bis heute zur Königsklasse der Komplikationen. Für den Einbau in eine Armbanduhr musste es nochmals bedeutend verkleinert werden. Die filigranen Konstruktionen sind äusserst komplex und wiegen maximal 1 Gramm. Die Mühe und der Preis lohnen sich jedoch allemal, denn der Anblick des im Takt des Sekundenzeigers rotierenden Winzlings hat hypnotische Wirkung. Im Gegensatz zu Taschenuhrtourbillons, die noch etwas ganz Exotisches waren, gehört diese Komplikation heute für viele Marken zum guten Ton. Oftmals genügt ein einzelnes Tourbillon nicht mehr. Uhren werden mit Doppeltourbillons oder solchen, die sich um mehrere Achsen drehen, ausgestattet, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Natürlich lassen sich diese beschriebenen Komplikationen beliebig miteinander kombinieren. Ab einer bestimmten Anzahl verschiedener Zusatzfunktionen spricht man im Uhrenjargon dann von einer „Grande Complication“.

“Time Is On My Side”, Rolling Stone, 1964

La maîtrise du temps est affaire de patience, de tempérance et de confiance.

Pourquoi faire simple quand on peut faire compliqué ?

Sources de cauchemars pour les médecins, les complications font tout le sel du métier d’horloger. L’ébahissement que l’on ressent quand on voit pour la première fois l’intérieur d’une montre mécanique tient à la taille minuscule des engrenages, bien protégés dans la boîte, qui assurent jour après jour le bon fonctionnement du mécanisme.

Timm Delfs

Pour un horloger ambitieux, rien ne vaut la base, le moteur, qui met en branle les innombrables composants nécessaires à la rotation des trois aiguilles sur le cadran, si simple en apparence. Les fonctionnalités les plus courantes sont faciles d’accès et répondent aux besoins des utilisateurs. Le confort de lecture est aussi la principale visée d’un guichet de date ou d’un calendrier avec indication du jour et du mois. Le désir de maîtriser le temps, de pouvoir l’arrêter, s’est traduit par de nombreuses complications horlogères, utilisées notamment dans le domaine du sport. C’est notamment le cas du chronographe. Bien des complications ont été inventées depuis, au point que les horlogers doivent parfois redoubler d’inventivité pour concevoir de nouvelles fonctions. Il est absolument indispensable que celles-ci aient trait à la mesure du temps. On a déjà vu des montres à complication équipées d’un thermomètre. Ce type de fantaisie est très mal perçu dans les sphères de la haute horlogerie, qui s’intéresse surtout à la force d’impulsion des engrenages et à la qualité du contrôle exercé par l’organe régulateur.

Les débuts

Remontons à l’époque des horloges mécaniques de tour destinées aux clochers et aux beffrois. Propriétés du clergé ou de la ville, elles rythmaient le quotidien des habitants des cités. , certains moments de la journée étaient aussi annoncés par des cloches. Les horloges de tours ont été rapidement équipées d’une sonnerie automatique, qui sonnait non seulement les heures pleines, mais aussi les demies et les quarts d’heure. La population étant encore majoritairement rurale, la vie était aussi naturellement rythmée par les saisons et les cycles de lune, ce qui explique pourquoi les horloges de tour ont été équipées d’indicateurs astronomiques dès le 15e siècle. L’horloge astronomique de la tour Zytglogge à Berne en est un exemple célèbre. Son cadran de 1405 reproduit un astrolabe, instrument d’origine arabe qui permet de se repérer dans le temps en se fiant au passage des étoiles. On le trouve aujourd’hui sous forme de disque représentant une carte du ciel. Si, pour se servir d’un astrolabe portatif, il fallait ajuster manuellement la position des étoiles et du soleil en observant la course des astres, les horloges astronomiques sont à présent équipées d’un mouvement qui assure la force motrice et les rapports de transmission adaptés aux différents indicateurs. Les horloges astronomiques de la cathédrale de Strasbourg et de la Mairie de Prague sont d’autres exemples célèbres d’astrolabes. Très peu de montres de poches ou montées sur bracelet sont équipées d’un tel instrument. Le plus célèbre exemple en est l’Astrolabe Galileo Galilei d’Ulysse Nardin, développée par Ludwig Oechslin, premier modèle de la trilogie de montres-bracelets astronomiques grâce à laquelle la marque a connu un renouveau à partir de 1985. Le hollandais Christiaan van der Klaau est également expert dans la fabrication de montres-bracelets astronomiques, dont certaines sont équipées d’un astrolabe.

Calendrier

Nos principales unités de temps — le jour, le mois et l’année — sont étroitement liées à l’astronomie. Si les valeurs des heures, minutes et secondes ont été déterminées arbitrairement, le jour, le mois et l’année correspondent à des cycles naturels, visibles dans les mouvements de la Terre, de la Lune et du Soleil. Les horlogers ont évidemment voulu intégrer ces informations au cadran. Ils se sont alors heurtés à une difficulté majeure : les années ne sont pas composées d’un nombre entier de jours, et les mois n’ont pas tous la même durée. Notre calendrier grégorien contient quelques bizarreries et exceptions, comme l’année bissextile intercalée tous les quatre ans, qui rendent la construction d’un calendrier mécanique particulièrement délicate. Ces irrégularités sont prises en compte dans les calendriers perpétuels, qui portent mal leur nom, puisqu’ils restent valides seulement par tranches de 100 ans. Le programme d’un calendrier perpétuel est enregistré sur un disque, qui effectue une rotation complète sur son axe tous les quatre ans. Des encoches de différentes profondeurs pratiquées sur le bord du disque définissent le nombre de jours dans un mois donné. L’encoche correspondant au mois de février présente la même profondeur trois années de suite, mais est légèrement plus profonde la quatrième année, puisque ce mois ne compte plus 28, mais 29 jours les années bissextiles. Même si les montres à calendrier perpétuel sont extrêmement compliquées, le marché propose aujourd’hui une offre très diversifiée, la quasi-totalité des marques en possédant au moins un modèle au sein de sa gamme. Outre l’heure, les calendriers perpétuels indiquent généralement la date, le jour de la semaine, le mois et la phase de lune. Certains vont même jusqu’à indiquer l’année, tandis que d’autres se contentent d’afficher la position au sein de chaque cycle bissextile. Beaucoup de modèles présentent un nombre incalculable d’aiguilles et de compteurs, dont l’intégration sur le petit cadran d’une montre-bracelet constitue un véritable défi. Pour plus d’ergonomie et de lisibilité, on utilise des guichets pour afficher la date, le jour de la semaine, le mois et l’année sous forme de chiffres ou d’abréviations.

Indicateurs acoustiques

Nous avons évoqué plus haut les carillons utilisés dans les clochers et les beffrois. Si au départ, une intervention humaine était nécessaire pour sonner les cloches, on a rapidement réfléchi à des méthodes fiables pour éviter cette contrainte. Bientôt, il ne fut plus nécessaire aux sonneurs de veiller, puisqu’un système de « lecture » mécanique garantissait le décompte des heures et fractions d’heures écoulées. Un carillon mécanique distinct mettait les battants en mouvement, pour sonner les heures pleines ainsi que les demies et quarts d’heure. Dans les monastères et les fermes, les horloges ont été équipées de réveils intégrés à l’intention de ceux qui se levaient avant la lumière du jour en hiver. Au fil des siècles, on a miniaturisé ces mécanismes, jusqu’à pouvoir les intégrer dans la boîte d’une montre-bracelet. Les montres équipées d’une répétition sonnent l’heure avec une douce et agréable mélodie. Elles sont équipées d’un levier qui permet à l’utilisateur d’entendre l’heure, même s’il est par exemple plongé dans une obscurité totale. Les montres à répétition classiques possèdent une mélodie différente pour les heures et les quarts d’heure. Sur les répétitions minutes, une troisième tonalité indique les minutes. Cette complication fait partie des plus anciennes et des plus complexes. Son cadran restant très simple, sa complexité n’est perceptible que par les initiés, qui repèrent immédiatement le levier latéral. Si les montres équipées d’une alarme intégrée sont beaucoup moins complexes, elles sont aussi moins plaisantes à l’oreille. En général, leur sonnerie est assurée par un marteau, qui cliquette contre le fond de la boîte pour rappeler une échéance ou indiquer que le ressort de la montre doit être remonté. Mais ici encore, on trouve des modèles d’exception : Jaeger-LeCoultre a érigé son Memovox et ses variantes au rang de véritables œuvres d’art, tandis que Breguet et Ulysse Nardin proposent une alarme mélodique.

Arrêter le temps

Le chronométrage sportif est un chapitre à part entière dans l’histoire de l’horlogerie, mais bien plus récent que les complications dont nous venons de parler. Il s’est développé au 19e siècle, en même temps que se sont démocratisés les courses de chevaux et paris mutualistes. L’inventeur du premier chronographe portatif, en 1821, serait l’horloger français Nicolas Rieussec. Doté d’un cadran rotatif, et d’un encreur pour marquer l’arrêt du temps, cet instrument tire son nom du grec « Chronos » (le temps) et « Graphein » (écrire). L’encreur a par la suite cédé le pas au progrès. Les chronographes d’aujourd’hui peuvent être enclenchés et arrêtés à tout moment : il suffit d’appuyer sur un bouton pour lancer le compteur des secondes. Au bout d’une minute, l’aiguille des petites minutes avance d’une position. Si la course se prolonge, un éventuel compteur d’heures est actionné selon le même principe. Une fois l’objectif atteint, on appuie à nouveau sur le bouton pour arrêter tous les compteurs du chronographe, sans que cela n’affecte l’affichage de l’heure. Beaucoup de chronographes permettent même la mesure de temps intermédiaires. Les chronographes à rattrapante sont équipés d’une deuxième aiguille des secondes, qui s’arrête à chaque temps intermédiaire, avant de revenir immédiatement se superposer à la trotteuse.

Un tourbillon défiant les lois de la gravité

La plupart des complications sont des mécanismes offrant des fonctionnalités autres que l’affichage de l’heure classique. Elles représentent un véritable défi pour le constructeur et l’horloger, puisqu’elles absorbent une grande part de l’énergie de la montre, déjà à peine suffisante pour l’heure, et nuisent donc souvent à l’écart de marche de la montre. Il existe néanmoins une complication conçue dans un but de précision : le tourbillon, qui doit son nom à la cage qui tourne sur elle-même inventée par Abraham-Louis Breguet, horloger de génie dont se réclament autant les Suisses que les Français. Les montres-bracelets n’existaient pas à l’époque de Breguet. Les hommes portaient leur montre accrochée par une chaîne dans la poche de leur gilet. Quand ils rentraient chez eux, ils la posaient à plat sur la table. Breguet, qui se demandait pourquoi même les meilleures montres de son époque présentaient des écarts de marche différents après qu’elles aient été portées ou posées, a compris que la force de gravité perturbait le balancier et son spiral. Dans l’idéal, le centre de gravité du balancier doit se trouver au centre du spiral. Dans la pratique, c’est impossible, puisque le spiral change de forme au gré des oscillations du balancier. La déformation du spiral n’étant pas parfaitement centrale, le centre de gravité de ce dernier se déplace autour de son centre. Si la montre est posée à plat sur une table, ce phénomène n’entre pas en compte. Par contre, si on la tient verticalement, le déplacement du centre de gravité influence les oscillations du balancier, et ce différemment selon le degré de verticalité. Breguet a donc pensé qu’on pouvait contrer les effets de la gravité en laissant la montre tourner sur son axe en un temps donné, de manière à ce que la couronne bascule successivement vers le haut, la droite, le bas et la gauche. Une telle opération s’avérant impraticable au quotidien, il a conçu un petit dispositif destiné à faire tourner uniquement l’échappement, le balancier et son spiral sur leur propre axe à l’intérieur de la montre. Son invention brevetée reste la reine incontestée des complications. L’intégration du tourbillon dans une montre-bracelet a encore nécessité une miniaturisation. Fabriquée en filigrane, la cage du tourbillon est extrêmement complexe et pèse moins d’1 gramme. La vue hypnotisante du minuscule mécanisme tournant au rythme de l’aiguille des secondes vaut incontestablement les efforts des horlogers et le prix investi par l’heureux détenteur d’une montre à tourbillon. S’ils restaient exceptionnels dans les montres de poche, toutes les manufactures se sentent aujourd’hui obligée d’en proposer au moins un modèle sur bracelet. Un seul tourbillon n’étant souvent pas suffisant, on a inventé des doubles tourbillons et des tourbillons tournant autour de plusieurs axes, dont le nombre n’est limité que par la créativité de l’horloger. Toutes les complications décrites dans cet article peuvent être librement combinées dans une même montre. Au-delà d’un certain niveau de complexité, les montres prennent la noble appellation de grandes complications.